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Die Zeit der Raunächte und der guten Vorsätze

Am : 30. Dez. 2025 / In : Alle

Mit den Raunächten, auch als Rauhnächte oder Rauchnächte bekannt, sind die 12 Nächte zwischen dem 1. Weihnachtsfeiertag und dem Tag der Heiligen Drei Könige, dem 6. Januar gemeint. Schon die Germanen und auch die Kelten hatten in dieser Jahreszeit besondere Traditionen, sie dachten an ihre Ahnen und glaubten, dass in dieser Jahreszeit die Grenzen zwischen den Welten besonders durchlässig sei. Das Räuchern ist in dieser Jahreszeit auch ein besonderer Teil der Tradition, denn es ist auch Zeit für Reinigung, Reflektion und Neuorientierung. Das Reinigen der Räume ist also nicht nur ein Akt der Sauberkeit, sondern auch ein symbolischer Akt. Ein aufgeräumter und sauberer Wohnraum ist auch Balsam für die Seele und in sofern ist das Räuchern mit Beifuß, Salbei oder Wacholder nur konsequent. Bei geöffnetem Fenster kann die alte Energie entweichen und zugleich neue, frische Luft und Energie hereingelassen werden. 

Ein beliebtes Ritual für die 12 Raunächte ist das Formulieren und Aufschreiben von Wünschen, die entweder verbrannt werden oder als "Briefe an sich selbst" in den zukünftigen Monaten gelesen werden. In welcher Art diese Rituale stattfinden, ist nicht wesentlich. Wesentlich ist es, sich zu besinnen, zu reflektieren und Kraft für die Zukunft zu tanken. Dabei finden auch die Träume Beachtung, ihnen wird in diesen Nächten eine bedeutungsvolle, wenn nicht sogar zukunftsweisende Rolle zugesprochen. 

Rund um diese besondere Jahreszeit ranken sich in ganz Europa interessante Bräuche und Rituale. Der Glaube an Geister und Dämonen ist dabei ein wesentlicher Bestandteil. Es ist sicherlich kein Zufall, dass der Jahresbeginn im zeitlichen Zentrum dieser Traditionen steht. Seit jeher verbinden die Menschen den Jahreswechsel mit Neubeginn, Vorsätzen und Neuorientierung. 

Neujahrsvorsätze sind übrigens nicht so schlecht wie ihr Ruf, denn der kollektive Druck und das Formulieren der Ziele können sich positiv auf das Durchhalten auswirken. Je konkreter das Ziel beschrieben wird, desto einfacher ist es, das Ziel zu erreichen. Außerdem wird empfohlen, sich erreichbare, also realististische und messbare Zielvorgaben zu machen. Anstatt "sich gesünder zu ernähren" könnte man sich vornehmen, 2 Portionen Obst und Gemüse pro Tag zu essen. Oder man nimmt sich vor, insgesamt "sportlicher zu werden". Dies an eine konkrete Maßnahme zu knüpfen, wie zum Beispiel der regelmäßige Besuch eines bestimmten Sportkurses, macht den Vorsatz konkreter und durchführbarer. Die Teilnehmerliste des Übungsleiters macht den Vorsatz sogar messbar, denn man kann sich vor Augen führen, wie regelmäßig man den Kurs tatsächlich besucht hat. 

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